PATIENTENVERFÜGUNG.

Der schriftliche Wille eines Patienten soll gelten – und auch die Vertretung des Erkrankten sollte geregelt sein. Informieren Sie sich!

KONTAKT UND BERATUNG.

Richten Sie Ihre Fragen an uns.
Wir helfen Ihnen gern weiter.
Gebührenfreier Service-Ruf:
Unterschrift

SORGEN SIE MIT EINER PATIENTENVERFÜGUNG VOR.

Als Volljähriger können Sie schriftlich festlegen, welche Formen der Behandlung und welche medizinischen Maßnahmen Sie wünschen oder nicht, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu äußern. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Wille auch gilt.

 

Sie können auch vorab mit einer Vorsorgevollmacht bzw. einer Betreuungsverfügung bestimmen, wer für Sie Entscheidungen trifft. Angehörige können Bevollmächtigte oder Betreuer sein, müssen es aber nicht. Wenn der Betroffene über 18 ist und dem Familienmitglied keine Vollmacht ausgestellt hat, wird im Bedarfsfall ein Betreuer vom Amtsgericht eingesetzt. Es gibt keine automatische Vertretungsbefugnis unter Angehörigen. Deswegen sollten Sie sicherstellen, dass Sie Ihre Vertrauensperson rechtzeitigt bevollmächtigen.

 

Bevor eine Patientenverfügung erstellt wird, ist eine fachkundige Beratung in jedem Fall ratsam. Sprechen Sie hierfür mit einem Arzt Ihres Vertrauens oder mit Anwälten und Notaren, welche auf dieses Thema spezialisiert sind.

  • Eine Patientenverfügung ist bindend.

    Die Patientenverfügung ist gesetzlich verankert. Der Wille des Betroffenen ist unbedingt zu beachten, unabhängig von Art und Stadium einer Erkrankung. Die Missachtung des Patientenwillens kann als Körperverletzung strafbar sein.

    Hat der Arzt Zweifel, ob das Verbot einer bestimmten Behandlung wirklich dem Willen des Patienten entspricht, muss er das schriftlich begründen.

    Gesetzliche Verbote können Sie allerdings auch mit einer Patientenverfügung nicht erzwingen. Hierzu zählt beispielsweise die Tötung auf Verlangen. Diese ist ausdrücklich untersagt.

  • Welche Form muss eine Patientenverfügung haben?

    Eine Patientenverfügung muss schriftlich erstellt und persönlich mit Datum unterschrieben sein. Sie müssen im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte sein und Ihren Willen freiwillig ohne äußeren Druck abgeben.

    Wichtig ist eine konkrete Beschreibung der Lebenssituation bzw. des Krankheitszustands, für den die Verfügung gelten soll. Widersprüche zwischen den unterschiedlichen Maßnahmen sollten möglichst vermieden werden.

  • Tragen Sie einen Hinweis bei sich.

    Sind Sie im Besitz einer Patientenverfügung, so sollten Sie stets ein Kärtchen als Hinweis mit sich führen, das klarstellt, dass es eine Verfügung gibt und wo diese zu finden ist.

  • Regelmäßig überprüfen.

    Sie sollten Ihre Patientenverfügung regelmäßig daraufhin überprüfen, ob die Erklärung noch Ihrem Willen entspricht. Aktualisieren Sie diese regelmäßig gemäß den individuellen Lebensumständen und/ oder den Fortschritten in der Medizin.

    Vorgenommene Änderungen sollten stets mit Datum unterschrieben werden.