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Eine lächelnde Frau und eine Hand mit einem Namen draufgeschrieben.

ALT WERDEN, HEIßT NICHT ZWANGSLÄUFIG KRANK SEIN.

Doch das Risiko für eine Erkrankung nimmt mit dem Alter zu. Oft leiden ältere Menschen an mehreren Erkrankungen, die sich teilweise auch gegenseitig bedingen.


Das sind vorrangig körperliche Erkrankungen wie die des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels (insbesondere Diabetes mellitus Typ 2), der Lungen und Atemwege, des Muskel- und Skelettsystems oder Krebs.

 

 

 

Bei den psychischen Erkrankungen handelt es sich vor allem um Demenz-Erkrankungen oder Depressionen. Viele dieser Erkrankungen können durch einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermieden oder in ihrem weiteren Verlauf positiv beeinflusst werden durch:


• ausreichende körperliche Aktivität,
• ausgewogene Ernährung,
• nichtrauchen und
• mäßigen Alkoholkonsum.

DEMENZ – PRÄVENTION UND SELBSTHILFE.

  • Was kennzeichnet eine Demenz?

    In Deutschland sind laut dem Bundesministerium für Gesundheit derzeit ca. 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Bis 2050 könnte sich ihre Zahl aufgrund des demografischen Wandels verdoppeln.

    Das wesentliche Merkmal einer Demenzerkrankung ist der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, bei der bestimmte Nervenzellen im Gehirn langsam absterben.

    Die Erkrankung beginnt mit Symptomen wie Vergesslichkeit, Sprachproblemen oder Stimmungsschwankungen. Mit der Zeit können Alltagssituationen nicht mehr selbstständig gemeistert werden, bis irgendwann keine selbstständige Lebensführung mehr möglich ist.

    Häufig leiden die Betroffenen zudem an Depressivität, Reizbarkeit und es fehlt ihnen jegliche Wahrnehmung des Tag-Nacht Rhythmus.

    Ein gesunder Lebensstil wirkt einer Demenzerkrankung entgegen – je früher Sie sich einen gesunden Lebensstil angewöhnen, desto besser.

    Vorbeugende Maßnahmen können sein:

    • Körperliche Aktivität,
    • abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung,
    • das Pflegen sozialer Kontakte,
    • regelmäßiges Gedächtnistraining,
    • der bewusste Erhalt der Mobilität und der Selbstständigkeit im Alltag sein. Engagieren Sie sich beispielsweise ehrenamtlich.

  • Bewegung.

    Körperliche und geistige Fitness bis ins hohe Alter ist für die meisten Menschen ein wichtiges Ziel.

    In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Freizeitsport mindestens zweimal pro Woche für mindestens 30 Minuten das Demenzrisiko um die Hälfte reduzieren kann¹. Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes begünstigen das Entstehen von Demenz. Bewegungsmangel ist eine wesentliche Ursache für diese Krankheiten.

    Es gibt kein Medikament, das ähnlich positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat wie Bewegung darum werden Sie aktiv.

    ¹ Leisure-time physical activity at midlife and the risk of dementia and Alzheimer´s disease. Rovio S, Kareholt I, Helkala EL, Viitanen M, Winbald B, Tuomilehto J, Soininen H, Nissinen A, Kivipelto M. Lancet Neurol. 2005; 4:705-71

  • Ernährung.

    Grundsätzlich beugt eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährungsweise Krankheiten vor.

    In Hinblick auf Demenz-Prävention belegt eine amerikanische Studie², dass insbesondere eine mediterrane Ernährungsweise eine schützende Wirkung auf die kognitiven Fähigkeiten bzw. das verhaltenssteuernde System hat. Dazu gehören viel Gemüse und Obst, viel Hülsenfrüchten und Getreide, wenig Fleisch und ein- bis zweimal pro Woche Fisch.

    Denken Sie daran, ausreichend zu trinken – mindestens 1,5 Liter am Tag! Am besten geeignet sind Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee, in Maßen Obst- oder Gemüsesäfte mit warmem Wasser verdünnt sowie Molkegetränke.

    ² Scarmeas et al., Ann Neurol, 2006, 59:1239-1247

  • Psychische Gesundheit.

    Grundlegend für die Vorbeugung von Demenz im Bereich der psychischen Gesundheit ist eine frühzeitige Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren und die Stärkung von Schutzfaktoren.

    Zu den Risikofaktoren zählen Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum, zu den Schutzfaktoren die geistige Aktivität, die Pflege sozialer Kontakte sowie das psychische Wohlbefinden.

    Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen zum Beispiel, dass regelmäßiges Lesen, Kartenspielen, das Spielen eines Musikinstruments u. a. das Risiko für eine Demenz um 50 Prozent senken³. Bleiben Sie also sowohl geistig als auch sozial aktiv, und achten Sie auf Ihren Körper durch eingeschränkten Suchtmittelkonsum!

    ³ Leisure activities and the risk of dementia in the elderly. Verghese J, Lipton RB, Katz MJ, Hall CB, Derby CA, Kuslansky G, Ambrose AF, Sliwinski M, Buschke H. N Engl J Med. 2003;348:2508-2516.

  • Angehörige Demenzkranker.

    Angehörige von Demenzkranken leiden unter der Krankheit oft ebenso oder manchmal sogar mehr als die Kranken selbst. Sie tragen die Hauptlast an der Versorgung der Demenzkranken.

    Unterstützung können Angehörige im folgenden Abschnitt "Weitere Informationen" finden.